TARDOC in der Praxissoftware: Umstellung richtig einrichten
TARDOC läuft über die Praxissoftware: Update, Stammdaten, Favoriten, Testabrechnung und Schulung. Die Checkliste mit typischen Stolpersteinen für vitomed, Amétiq, Axenita, curaMED und Co.
Auf einen Blick (TL;DR): Die TARDOC-Abrechnung steht und fällt mit der Praxissoftware: Seit dem 1. Januar 2026 müssen Tarifkatalog, Stammdaten, Favoriten und Vorlagen auf die neue Struktur umgestellt sein, sonst drohen Rückweisungen und Mehraufwand. Die etablierten Schweizer Anbieter liefern TARDOC-Versionen und Updates; die eigentliche Arbeit liegt im sauberen Neuaufbau der Abrechnungsroutinen und in der Schulung des Teams. Dieser Ratgeber zeigt die Schritte, typische Stolpersteine und wo die einzelnen Software-Lösungen stehen.
Hinweis: Verbindliche Angaben zu Updates, Modulen und Terminen macht Ihr Software-Anbieter; die Tarifregeln definieren OAAT AG und Tarifpartner (Stand: August 2026). Dieser Beitrag beschreibt das herstellerunabhängige Vorgehen aus IT- und Organisationssicht.
Warum hängt die TARDOC-Abrechnung an der Praxissoftware?
Der neue Tarif existiert für die Praxis nur so gut, wie ihn die Software abbildet: Der TARDOC bringt komplett neu strukturierte, 8-stellig nummerierte Positionen, die Aufteilung in AL und IPL sowie neue Minutagen und Limitationen (die Unterschiede im Detail). Erfassung, Regelprüfung und elektronische Rechnungsstellung laufen vollständig über die Praxissoftware. Ein veralteter Tarifkatalog oder ungeprüfte Favoritenlisten führen deshalb direkt zu fehlerhaften Rechnungen und Rückweisungen der Versicherer.
Wie stellen Sie Ihre Software auf TARDOC um?
Wo stehen die einzelnen Praxissoftware-Anbieter?
Die etablierten Schweizer Lösungen bieten TARDOC-Unterstützung an; Umfang, Update-Weg und Schulungsangebot unterscheiden sich. Neutral zusammengefasst in unseren Software-Profilen:
Bei Cloud-Lösungen spielt der Anbieter Tarif-Updates zentral ein; bei lokalen Installationen gehört das Update in die Praxis-IT-Planung (Backup, Wartungsfenster, Test). Den verbindlichen Stand für Ihre Version bestätigt immer der Anbieter.
Welche Stolpersteine kosten Geld?
Welche IT-Basis braucht die Umstellung?
Herstellerunabhängig gilt: getestetes Backup vor jedem Update, stabile HIN-Anbindung für den Rechnungsversand, funktionierende Schnittstellen zu Labor und Trust-Center und ein sicheres, segmentiertes Praxisnetzwerk. Bei Cloud-Software kommt die redundante Internetanbindung dazu. Details: die richtige IT-Infrastruktur für die Praxis.
Herstellerunabhängige Begleitung: avenios stellt die IT-Basis der TARDOC-Umstellung sicher, Backup, HIN, Schnittstellen, Netzwerk, und koordiniert auf Wunsch die Update-Termine mit Ihrem Software-Anbieter. Die tarifliche Schulung übernehmen Software-Anbieter und Fachverbände. Kostenloses Erstgespräch
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Prüfen Sie in der Software die eingespielte Tarifkatalog-Version (aktuell TARDOC 1.4c) und fragen Sie Ihren Anbieter nach dem offiziellen TARDOC-Stand Ihrer Version. Bei Cloud-Lösungen ist das Update meist zentral erfolgt; bei lokalen Installationen braucht es ein geplantes Update mit Backup.
Ja, das ist der wichtigste manuelle Schritt. TARMED-Favoriten lassen sich nicht sinnvoll 1:1 übernehmen, weil Positionen, Minutagen und Limitationen neu sind. Bauen Sie die häufigsten Vorlagen der Praxis gegen den neuen Katalog auf und prüfen Sie sie mit einer Testabrechnung.
Massgebend ist in der Regel das Behandlungsdatum: Leistungen aus der TARMED-Zeit werden nach dem damals gültigen Tarif fakturiert, neue Leistungen nach TARDOC. Wie lange Ihre Software beide Kataloge parallel führt und wie Nachfakturierungen laufen, klären Sie mit dem Software-Anbieter.
Der Software-Anbieter liefert Update und software-spezifische Schulung; FMH, kantonale Ärztegesellschaften und Abrechnungsdienstleister bieten Tarif-Schulungen an; der IT-Partner sichert Backup, HIN-Anbindung, Schnittstellen und Netzwerk. Sinnvoll ist eine klare Aufgabenteilung vor dem Update-Termin.
In der Regel nein, TARDOC ist ein Software- und Prozessthema. Prüfenswert ist die Umstellung trotzdem als Anlass: Wenn Server oder Arbeitsstationen ohnehin am Lebensende sind, lässt sich das Update mit einer geplanten Erneuerung kombinieren, statt zweimal Wartungsfenster zu blockieren.
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Gründer & IT-Berater, avenios GmbH
Über 10 Jahre Erfahrung in IT-Infrastruktur und Managed Services für medizinische Einrichtungen in der Deutschschweiz.
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