Microsoft Teams für Arztpraxen: sichere Nutzung & nDSG-Grenzen 2026
Microsoft Teams in der Arztpraxis: interne Kommunikation, sichere Konfiguration, nDSG-Grenzen und die Abgrenzung zur Videosprechstunde.
Auf einen Blick (TL;DR): Microsoft Teams kann die interne Kommunikation einer Arztpraxis spürbar vereinfachen — Chat, Kanäle, Videobesprechungen und Dateiablage in einem Tool. Bei Gesundheitsdaten gelten aber Grenzen: Patientendaten gehören nicht unkontrolliert in Teams-Chats, und für Patienten-Videosprechstunden ist Teams nicht automatisch die richtige Wahl. Dieser Ratgeber zeigt, was nDSG-konform sinnvoll ist, wie Teams sicher konfiguriert wird und wo die Abgrenzung zur Telemedizin verläuft.
> Hinweis: Dieser Beitrag behandelt die organisatorische und IT-seitige Nutzung von Microsoft Teams in der Praxis. Die konkrete datenschutzrechtliche Zulässigkeit hängt vom Microsoft-365-Setup (Tenant, Lizenz, Datenstandort) und vom Einzelfall ab.
Wofür Teams in der Arztpraxis sinnvoll ist
Teams ist Teil von Microsoft 365 und bündelt mehrere Funktionen, die im Praxisalltag helfen — vor allem für die interne Zusammenarbeit:
Wie Teams ins Gesamtpaket passt, zeigt der Ratgeber Microsoft 365 für Arztpraxen.
Die nDSG-Grenzen: Patientendaten in Teams
Der wichtigste Grundsatz: Teams ist ein Kommunikations-, kein Patientendatensystem. Besonders schützenswerte Gesundheitsdaten gehören in die Praxissoftware — nicht in Chats oder geteilte Dateien:
Den Massnahmenrahmen liefert der nDSG-Leitfaden.
Teams vs. Videosprechstunde: die wichtige Abgrenzung
Teams eignet sich für interne Besprechungen. Für Patienten-Videosprechstunden ist eine dafür vorgesehene, in die Abläufe integrierte Telemedizin-Lösung in der Regel besser geeignet — wegen Patientenidentifikation, Dokumentation und Datenschutz. Teams kann im Einzelfall genutzt werden, ersetzt aber keine spezialisierte Videosprechstunde. Mehr dazu: Telemedizin in der Schweizer Arztpraxis.
Sichere Teams-Konfiguration: Checkliste
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für die interne Kommunikation (Chat, Kanäle, Teambesprechungen, Dateiablage) ja — sofern Microsoft 365 sauber konfiguriert ist und keine besonders schützenswerten Patientendaten unkontrolliert in Chats oder Dateien landen. Massgebend sind Tenant-Setup, Datenstandort und nDSG-konforme Berechtigungen.
Grundsätzlich nein. Teams ist ein Kommunikationswerkzeug, kein Patientendatensystem. Gesundheitsdaten gehören in die Praxissoftware. Für medizinische Kommunikation mit Labor oder Spital bleibt HIN der Standard. Eine klare interne Richtlinie sollte regeln, was in Teams nicht gehört.
Für interne Besprechungen ja. Für Patienten-Videosprechstunden ist meist eine spezialisierte Telemedizin-Lösung besser geeignet — wegen Patientenidentifikation, Dokumentation und Datenschutz. Teams ersetzt keine dafür vorgesehene Videosprechstunden-Plattform.
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Kontakt aufnehmenChristoph Kuling
Gründer & IT-Berater, avenios GmbH
Über 10 Jahre Erfahrung in IT-Infrastruktur und Managed Services für medizinische Einrichtungen in der Deutschschweiz.
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